Krieg und Frieden | einteilige Umrandungen |

Kolonialkrieg

Comtoise mit einteilige Messingblechumrandung aus der Zeit um 1860.
Dargestellt ist eine Szene aus dem Krimkrieg. Die Festung Malakow wurde durch die französischen Soldaten unter dem Kommando von Marschall Pélissier und dem General Patrice de Mac-Mahon 1855 erobert. Die russischen Verteideger mussten die Stadt Sewastopol räumen. Damit war der Krimkrieg entschieden. Ein Soldat der französischen-algerischen Armee reißt auf dem Fort Malakow die Arme zum Zeichen des Sieges in die Höhe. In der Hand hält er ein Feldzeichen oder auch Standarte mit dem Adler als Symbol für Napoleon III. In den unteren Ecken um das Ziffernblatt sind napolionische Adler, auffliegender Adler mit einem Blitzbündel in den Fängen, angeordnet.
Auf der Verlängerung der Umrandung ist in der Mitte ein Kürass (Brustpanzer, französisch cuirasse) mit dem Zeichen der Dreifaltigkeit (als Dreieck) vor einem Strahlenkranz dargestellt. Zu beide Seiten des Kürass demonstrieren Eichenzweige die Stärke und Wichtigkeit der Kürassiere.
Das Ziffernblatt ist mit Babin à Surgères signiert. Der Ort Surgères liegt im Departement Charente-Maritime, Region Poitou - Charentes.
Die Uhr hat Ankerhemmung und Datumsanzeige. Der Halbstundenschlag erfolgt aus dem Schlagwerk auf Glocke, der Stundenschlag mit Repetition ebenfalls auf Glocke. Das Pendel ist vorn angeordnet und ist an einer Pendelfeder befestigt. Die Hebelsysteme des Schlagwerkes sind gewichtsbelastet (zwei Gewichte mit zwei Befestigungsstangen). Türen und Rückwand sind aus Eisenblech mit Sicken. In der Deckplatte des Käfigs ist eine 11 eingeschlagen. Weiterhin ist in der Deckplatte die Vorbohrung für das obere Lager einer Spindelhemmung. Größe des Werkes: 10 pouce breit und 11 pouce hoch.
Bemerkung: Das Motiv wurde in den Breiten 9 und 10pouce geprägt

  • 1